Leyla McCalla

HaitiUSA
Jazz Vocal Folk
Leyla McCalla

Tief beeinflusst von kreolischer Musik sowie von amerikanischem Jazz und Folk ist McCallas Musik gleichzeitig erdig, elegant, gefühlvoll und witzig. Ihre Musik vibriert mit drei Jahrhunderten Geschichte, fühlt sich aber dennoch auffallend frisch, unverwechselbar und zeitgenössisch an. Leyla McCalla lässt sich von ihrer Vergangenheit und ihrer Gegenwart inspirieren, sei es von ihrem haitianischen Erbe oder ihrer Wahlheimat New Orleans. Die zweisprachige Multiinstrumentalistin und ehemalige Mitglied der mit einem Grammy ausgezeichneten afroamerikanischen Stringband, the Carolina Chocolate Drops, hat einen unverwechselbaren Sound entwickelt, der ihre Wurzeln und ihre Erfahrungen widerspiegelt.

In ihrem dritten Soloalbum The Capitalist Blues (2019) verarbeitet McCalla das aktuelle politische Umfeld auf ihre eigene Art und Weise, indem sie New Orleans-Musik und haitianischen Jazz mit Texten auf Englisch, Französisch und haitianischem Kreolisch klanglich vermischt. McCallas vielbeachtetes Gemeinschaftsprojekt, Songs of Our Native Daughters (Rhiannon Giddens, Amythyst Kiah, Leyla McCalla und Allison Russell), wurde 2019 über Smithsonian Folkways veröffentlicht. Das Album zog Einflüsse aus vergangenen Quellen heran, um eine neu erfundene Sklavenerzählung zu kreieren, die sich aus einer kraftvollen, modernen schwarzen Frauenperspektive mit den geschönten Ansichten über Amerikas Geschichte der Sklaverei, des Rassismus und der Frauenfeindlichkeit auseinandersetzt.

Ihr neuestes Werk Breaking the Thermometer to Hide the Fever (released am 6. Mai 2022) erforscht das Erbe von Radio Haiti, dem ersten privaten kreolischsprachigen Radiosender in Haiti, sowie der Journalist:innen, die ihr Leben riskierten und verloren, um fast 50 Jahre lang auf Sendung zu gehen. Auf einer grundlegenderen Ebene ist die Sammlung eine zutiefst persönliche Abrechnung mit Erinnerung und Identität, mit der Rolle von Künstler:innen, Aktivist:innen und Einwanderer:innen in der modernen Gesellschaft und mit dem Begriff des Geschichtenerzählens selbst. Bei der Arbeit an dem Projekt sah sich McCalla gezwungen, sich mit ihren eigenen Erfahrungen als haitianisch-amerikanische Frau auseinanderzusetzen und Schichten von Marginalisierung und Generationen von Unterdrückung und Entschlossenheit zu entwirren, während sie nach einer klareren Vision von sich selbst und ihrer Bestimmung suchte. Das Ergebnis ist gleichzeitig ein Werk radikaler Performance Art, historischer Wissenschaft und persönlicher Erinnerungen, eine weitreichende und kraftvolle Meditation über Familie, Demokratie und freie Meinungsäußerung, die zu keinem besseren Zeitpunkt hätte kommen können. Leylas Musik spiegelt ihre eklektischen und vielfältigen Lebenserfahrungen wider und zeugt von einem Respekt für beredte Einfachheit, die nur selten erreicht wird.

Videos
  • Leyla McCalla | Concert du 18 novembre 2018 au Théâtre Claude Levi-Strauss
    Leyla McCalla | Concert du 18 novembre 2018 au Théâtre Claude Levi-Strauss
  • Leyla McCalla - "Dodinin" (Live Session)
    Leyla McCalla - "Dodinin" (Live Session)
  • Leyla McCalla - "Vini Wè"
    Leyla McCalla - "Vini Wè"
  • Leyla McCalla - "You Don't Know Me"
    Leyla McCalla - "You Don't Know Me"
  • Leyla McCalla - The Story Behind the Song: "Dodinin"
    Leyla McCalla - The Story Behind the Song: "Dodinin"
  • Leyla McCalla - Money Is King [Official music video]
    Leyla McCalla - Money Is King [Official music video]
  • Leyla McCalla - A Day For The Hunter, A Day For The Prey [Official Music Video]
    Leyla McCalla - A Day For The Hunter, A Day For The Prey [Official Music Video]
Presse
Breaking The Thermometer ist weit mehr als ein Musikalbum. Es ist eine Klangreise durch den Tumult der sozialen und politischen Unruhen im Haiti Ende des 20. Jahrhunderts. Dass die Musik, die vor allem vom Cello, Benjo und Gitarre getragen wird, größtenteils melancholisch ist, passt.
Deutschlandfunk Kultur, 04.05.2022
Frohgemut, fast federnd wirkt „Fort Dimanche“, eine Komposition von McCalla – obwohl darin auch Erinnerungen eines Überlebenden des titelgebenden berüchtigten Gefängnisses eingeflochten sind. Bisweilen wirken die Tracks wie ein Hörspiel – und doch verliert dieses Album nie seinen musikalischen Flow.
Taz - die tageszeitung, 06.05.2022
"Sometimes intoxicating, always enriching and a toast to the diversity of pop music."
Musikexpress
"Leyla McCalla has now created a fascinating collage from sound snippets of tapes, from her own songs and the sound of the Antilles."
Brigitte
Im Handumdrehen nimmt die 30-jährige Cellistin, Gitarristin und Sängerin ihr Publikum für sich ein und mit auf eine Reise durch afroamerikanischen Folk aus Louisiana, haitianische Traditionals und auf ihr eigenes Boot, das sinnbildlich für Geschichten von Flucht, Einwanderung und Ankommen steht. McCallas Stimme weht zugleich zart und kraftvoll durch die Mittagsluft, ihr schnörkelloser Gesang in lauschverwöhnenden Timbres erreicht die Gefühlswelten aller Anwesenden.
Taz - die tageszeitung, 10.05.2016
An ambitious, accomplished piece of work.
The Guardian, 30.04.2022
Like Anaïs Mitchell’s similarly ambitious, multimedia Hadestown, you can imagine this beautifully immersive record finding a wide audience. Singing in Creole and English, McCalla’s voice has an inviting, soft authority; her kinetic cello plucks and the percussion really kick up dust.
The Guardian, 07.06.2022
Diskografie
Breaking The Thermometer
Breaking The Thermometer
2022
Anti- Records
Kontakt
Frank Abraham
Frank Abraham
Managing Director, Head of A&R Global Pop Music, Booking Agent
fa@f-cat.de / +49 30 26 103 29 20
Ibrahim Bilen
Ibrahim Bilen
Head of A&R Jazz, Booking Agent
ibrahim@f-cat.de / +49 30 26 103 29 22

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