Die in Istanbul geborene Sängerin, Songwriterin, Anthropologin und Künstlerin Gaye Su Akyol hat sich einen Ruf als eine der mutigsten und fantasievollsten Künstlerinnen der türkischen Musikszene des letzten Jahrzehnts gemacht und weicht mit ihrem Werk die Grenzen zwischen Klang und Bild, Tradition und Zukunft auf.
Gaye hat einen kometenhaften Aufstieg in der neuen türkischen Musik hinter sich. Ihre Werke sind verwurzelt im Erbe der anatolischen Volksmusik und der türkischen Psychedelia, erfrischt durch Elemente des Surfrock, Post-Punk, Stonerrock, Grunge, Disco und elektronischen Texturen. Ihre künstlerische Sprache ist zutiefst persönlich und politisch resonant ist. Ihr viertes Album Anadolu Ejderi (2022) ist ein neuer Höhepunkt ihres starken Sounds, entstanden in der Isolation der Pandemie und getragen von Texten voll von Resilienz und Widerstandsfähigkeit.
Gaye Su Akyols Musik zeichnet sich durch atemberaubende musikalische Kontraste aus, eine Mischung, die gleichzeitig vertraut und unvorhersehbar wirkt. Ihre Songs spiegeln oft die politischen und kulturellen Spannungen der heutigen Türkei wider, aber sie erzählen auch von Wärme, Liebe und Fantasie. In ihrer Welt wird das Träumen zu einer Form des Widerstands und Freude selbst zu einem Akt der Rebellion. Ihre Bühnenpräsenz ist ebenso beeindruckend wie ihre Musik. Durch fantastische Kostüme, Choreografie und visuelles Design verwandelt sie ihre Auftritte in mitreißende Spektakel. Als Malerin und bildende Künstlerin konzipiert sie jedes Projekt als ein Gesamtkunstwerk, schafft ihre eigenenen Albumcover und führt Regie bei ihren eigenen Videos. Unabhängigkeit ist zentral für Akyol: Sie ist Mitbegründerin ihres eigenen Labels Dunganga Records und veröffentlicht gleichzeitig international über Glitterbeat Records.
Gaye Su Akyols Einfluss wächst stetig. Bei den Songlines Music Awards 2019 wurde sie als beste Künstlerin ausgezeichnet und war damit die erste türkische Musikerin, die diesen Preis gewann. Nach mehreren Tourneen durch Europa, den Nahen Osten und Amerika und viel Lob vonseiten der Medien soll 2026 ein Dokumentarfilm über ihre Geschichte erscheinen, der vom Filmemacher Fatih Akin gedreht wurde.
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Osteuropa