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Afro-Reggae

Tiken Jah Fakoly

| Elfenbeinküste

Doumbia Moussa Fakoly wurde am 23. Juni 1968 in einem Dorf an der nordwestlichen Elfenbeinküste geboren. Die Fakoly-Familie gehörte zur Kaste der Griot – jene Geschichtenerzähler und Musiker, welche die traditionellen mündlichen Überlieferungen der Menschen und der Region erhalten und Geschichten und Legenden durch ihre Musik neues Leben einhauchen. Tiken entwickelte schon als kleiner Junge ein leidenschaftliches Interesse für Musik. Er war nicht gerade ein fleißiger Schüler – er hörte lieber Musik und ging zu lokalen Tanzveranstaltungen, als zu lernen. Tiken entdeckte den Reggae…

Tikens Band „Djelys“ wurde von einem Tourpromoter von Marlboro Music entdeckt und sie erhielten eine Einladung zum „Marlboro Rockin’“-Talentwettbewerb im Jahre 1993. Sie schlugen sich tapfer und belegten bei über 200 Teilnehmern den vierten Platz! Dieser Erfolg öffnete ihnen viele Türen, das nationale Radio und Fernsehen wurde auf sie aufmerksam. Kurz darauf landeten „Djelys“ in einem Studio und nahmen ihr Debütalbum Djelys auf.

1994 veröffentlichten sie ihr zweites Album Missin und starteten danach eine ausgedehnte Tour quer durch die Nation. Was Tiken jedoch in Westafrika berühmt machte, war eine 1996 veröffentlichte Single (Mangercratie). Die klare Ansage des Songs: Politiker sollen aufhören, die Rechte von Menschen mittels sogenannter „Demokratie“ oder anderen „-kratien“ zu verletzen und das unverletzbare Recht der Afrikaner zu respektieren, zu jeder Mahlzeit Essen auf dem Tisch zu haben. Auch wenn der Song von den nationalen Medien teilweise zensiert wurde, wurde er ein Chart-Hit an der Elfenbeinküste und blieb für volle fünf Monate an der Spitze der Hitparade. So wurde Mangercratie zu einer idealen Grundlage für Tikens Solokarriere. Die Fans rissen sich geradezu darum, den „Reggae-Protest-Sänger“ zu sehen und Tiken spielte in Stadien vor einem Publikum von bis zu 20.000 Menschen.

Tikens Musik überwand bald nationale Grenzen und fand auch in Europa Anklang. Schnell machte er sich in der „Weltmusik-Hauptstadt“ Paris einen Namen.

Kurz nach dem von General Gueï angeführten Putsch im Dezember 1996 nahm Tiken in einem Studio an der Elfenbeinküste einige neue Songs auf, um den neuen Staatschef an die Versprechen zu erinnern, die er einst der Bevölkerung gegeben hatte. Sein Album Le Caméleon wurde ausschließlich an der Elfenbeinküste veröffentlicht – im Jahr 2000, zur gleichen Zeit, als Cours d’Histoire in die Plattenläden Frankreichs Einzug hielt. Einige Monate später erlebte die Elfenbeinküste eine weitere turbulente Periode, als rivalisierende Gruppen aufgrund von kontroversen Wahlergebnissen auf den Straßen randalierten. Tikens deutliche Kritik an korrupten Politikern und ausbeuterischen Regimes machte ihn mehr denn je zu einer Schlüsselfigur des Protests, für Tausende junger Menschen wurde er zum Vorbild.

Am 2. Dezember 2004 war Tiken Stargast bei RFI’s Talentwettbewerb „Découverte“ in Cotonou, Benin. Einige Tage später flog Tiken wieder zurück nach Frankreich, um als Support bei einem Konzert der Reggaegruppe „Israël Vibration“ in Tours aufzutreten.

Tiken, mittlerweile zentraler Bestandteil der westafrikanischen Musikszene, wurde von dem etablierten Label Barclay unter Vertrag genommen. Tiken ging nach Jamaika, um sein neues Album in den legendären Tuff Gong Studios aufzunehmen. Françafrique beinhaltet viele eindrucksvolle Namen: Tyrone Downie als Produzent und Keyboarder, Sly Dunbar am Bass, Robbie Shakespeare an den Drums, der Gitarrist Earl Smith und viele Gäste wie Anthony B und U Roy. Das Album enthielt neue Versionen von alten Hits wie Le Pays va mal oder Y’en a marre und bot so eine großartige Zusammenstellung der besten Stücke des Sängers, gesungen in Französisch, Englisch oder Dioula. Um sein Album unter die Leute zu bringen, tourte er quer durch Frankreich.

2004 kehrte Tiken in die Tuff Gong Studios zurück, das Album Coup de Gueule entstand. Der Reggae-Star von der Elfenbeinküste konnte wieder auf namhafte Unterstützung bauen: Tyrone Downie als Produzent, Sly Dunbar und Robbie Shakespeare sorgten für Bass und Drum-Grooves. Coup de Gueule, das sowohl weltweite Themen wie Globalisierung als auch Afrika-spezifische Probleme wie Korruption anspricht, kam im September 2004 in die Läden.

Auf seinen Alben Mangercratie (1996), Cours d’Histoire (Geschichtsstunde, 1999), Le Caméléon (Das Chamäleon, 2000), Françafrique (Frankreichafrika, 2002) und Coup de Gueule (Schrei, 2004) macht Tiken in einfacher, direkter Sprache auf die verheerende politische und soziale Situation aufmerksam. Dabei hat er seine sorgfältig ausgewählten Ziele nie verfehlt: Politiker, die ethnischen Hass anschüren und dann angesichts der folgenden blutigen Auseinandersetzungen fassungslos die Köpfe schütteln; diejenigen, die sich am ‘Franceafrica’-System bereichern (illegaler Handel und Insidergeschäfte, während der Rest der Bevölkerung hungert); und diejenigen, die bis in die Haarspitzen korrupt sind.

Mit seinem Geschick, seinem Mut und seiner Ausdauer machte er sich schnell einen Namen – nicht nur zu Hause an der Elfenbeinküste, sondern auch im Rest des französischsprachigen Afrika, wo er bald zu einer zentralen Figur wurde. In Frankreich bekam er Gold für seine Alben Françafrique und Coup de Gueule, im Jahr 2003 gewann er einen „Victoire de la Musique“-Award. Seine Popularität bescherte ihm aber auch einige unerbittliche Feinde. 2002, als sich die Situation im Land verschlimmerte und die systematische, grausame Unterdrückung von “Ausländern” (oft einfach Dioula sprechende Einwohner von Elfenbeinküste), wurde auch Tikens Familie bedroht und er musste ins Exil. Er zog nach Bamako in Mali, der Geburtsregion seiner Mandingo-Vorfahren, und baute sein Leben neu auf.

On Tour

Little Drop Of Poison (7640 Bytes)

Rebekka Bakken

22.07. AT-Judenburg
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Rebekka Bakken zählt ohne Zweifel zu den markantesten weiblichen Stimmen Europas.