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music from the grasslands

Hanggai

| China

Hanggai ist das mongolische Wort für eine idealisierte, natürliche Landschaft bestehend aus saftig-grünem Weideland, Bergen und Hügeln, Flüssen und Bäumen, die unter strahlend blauem Himmel ihre ganze Schönheit entfalten. Rage Against The Machine, Radiohead, Pink Floyd, Electra Lane und Neil Diamond passen da eher weniger ins Bild. Oder doch? Warten wir es ab!

Die Suche nach der eigenen Identität und dem Wunsch diese für sich zu entdecken und verstehen zu lernen, geht oft einher mit einer Auseinandersetzung mit den Traditionen, Werten, Ritualen und der Kultur seiner Vorfahren. Auf diese Suche hat sich auch der ehemalige Lead-Sänger der chinesischen Punkrock-Band T9 gemacht, besser bekannt unter dem Namen Ilchi. Als der aus Beijing stammende Punkrocker zum ersten Mal mit der traditionell-mongolischen Gesangstechnik, dem Throat-Singing bzw. Kehlkopfgesang, in Berührung kam, begann für ihn diese Suche mit einer Reise, in die ihm bis dahin unbekannte Heimat seiner Vorfahren, die Mongolei. Auf dieser Reise gründete er zusammen mit zwei weiteren, in traditionell-mongolischer Musik bewanderten Musikern, die heute 5-köpfige Band, die innerhalb von nur etwa zwei bis drei Jahren bekannt wurde unter dem Namen „Hanggai“.

Doch was macht diese Band nun so besonders? Nun, das ist relativ leicht erklärt:
Man nehme die wahrscheinlich uralte, mongolische Gesangstechnik des Kehlkopfgesanges -was den gemeinen Europäer beim ersten Hören wohl eher an das wohlig-klingende „hmmmm“ eines buddhistischen Mönches erinnern mag- und paare es mit schweren, rock-lastigen E-Gitarren, geführt von der klassisch-mongolischen Laute namens Tobshuur und einer Pferdekopfgeige. Im Anschluss stelle man sich dann vor, wie eine in traditionelle, mongolische Kleidung gehüllte Band aus China auf DEM Rockfestival in Wacken spielt und das Publikum mitreist, als gehörten sie längst zu den ganz Großen. So geschehen auch auf manch anderem großen Festival in Europa wie dem Roskilde, dem Lowlands, Sfinks oder dem Womad Festival und dem Sziget!

Ihr erstes Album „Introducing Hanggai“ beinhaltet neben den oben genannten Folkloreeinflüssen außerdem computer-programmierte Drums und Bässe, sowie Banjos, die dem Album einen definitiv weltlicheren Klang verleihen, der auch für Europäer wesentlich leichter nachzuvollziehen und zu feiern ist. Dass sie damit einen Nerv trafen, zeigte sich durch den Erfolg ihrer letzten Welttournee. 2010 erschien ihr zweites Album „He Who Travels Far“. In Peking wurde es aufgenommen und von keinen geringeren produziert und gemischt als von JB Meijers (De Dijk) und Ken Stringfellow (Neil Young, R.E.M.). Beide führten die vorherige Entwicklung von Hanggai nahtlos weiter und produzierten eine wunderbare CD, die in der Lage ist dem Zuhörer ein gutes Gefühl für die Live-Gigs der fünf Musiker zu vermitteln.

Die Band hat sich jedoch weitaus mehr in den Kopf gesetzt, als einfach nur Musik zu machen. Sie möchten der chinesischen Mainstream-Kultur, die in großen Städten wie Shanghai oder Beijing absolut dominiert, ein Gegengewicht sein und verschaffen sich damit sogar eine gewisse politische Relevanz. Denn die meisten der nach China immigrierten Mongolen verloren ihre eigene Kultur nicht zuletzt aufgrund „der chinesischen Kultur-Invasion“, wie Sänger Ilchi berichtet, und ihrem stark unterdrückerischen Charakter.

Durch die Verbindung zwischen mongolischen Folk-Songs und populärer Musik kreiert Hanggai ein Medium, das einer ganzen Generation endlich die Möglichkeit verleiht, sich im Angesicht der alles dominierenden Kultur des chinesischen Mainstreams mit seinen ethnischen Wurzeln wieder zu verknüpfen. Neben diesen sehr tiefgehenden Absichten sollte man trotz allem nicht außer Acht lassen, dass die Herren von Hanggai, über eine ebenso große Portion Charme verfügen, der sich in ausgelassenen „Party Songs“ wie dem „Drinking Song“ manifestiert. Bei Songs wie diesem, der die Menschen zum Tanzen, Lachen und Mitsingen gerade zu zwingt, wäre es nicht verwunderlich, wenn selbst der ein oder andere Ire plötzlich mit einem lauten „Hey!“ auf den Tisch springt, um somit seiner Leidenschaft für den so hoch motivierenden Mix aus schnellem, rhythmischen Gitarrenriffs und zackigem Geigenspiel freien Lauf zu lassen.

On Tour

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Luisa Sobral

09.01. DE-Potsdam
10.01. DE-Mainz
11.01. CH-Zürich
13.01. DE-München
15.01. LUX-Luxemb.
17.01. DE-Jena

Luísa Sobral. Eine Stimme, eine Gitarre, ein Stift und ein Blatt Papier. Davon ausgehend entsteht in jeder Komposition ein komplettes musikalisches Universum...